Anschießen

Vor vielen Jahren, als einmal ein schweres Unwetter im Süden Hannovers tobte, verliefen sich eine Handvoll Hühner, Gänse und Enten im Ricklinger Holz und kehrten nie wieder zurück. Stattdessen gründeten sie mit Kobolden, Elfen und anderen Zauberwesen neue Familien. So entstanden die lustigen kleinen Tierchen aus dem Ricklinger Holz, nämlich die „BEBBERKEN“.

Und so begann das Jahr 2018 wie jedes andere Jahr mit der fröhlichen Hatz auf die „Bebberken“. Zu dieser Jagd bedarf es keines Jagdscheins, sondern nur ausreichend Verpflegung sowie warmer Kleidung für die Hatz durch die bisweilen kalten Abendstunden.

Der Gourmet unter den Ricklingern weiß, dass die kleinen possierlichen Tierchen deren aussehen dem eines Feldkaninchens mit Rückenflosse gleicht, äußerst schmackhaft sind und nur des Nachts anzutreffen sind. Ihr Geschmack liegt irgendwo zwischen Fasan und handgegerbtem Schweinsleder.

Die Jagd auf diesen Leckerbissen ist äußerst einfach.  Der „Jagdherr“ entfernt sich mit der Bemerkung, die Bebberken zu betreiben, während sich die zurückgelassenen auf das Auftauchen der Tierchen vorbereiten. Was der Jagdherr in Wirklichkeit tut, ist ihm hierbei selbst überlassen. MANN kann in einer großen Gruppe durchs Unterholz streifen oder auch die nächsten Stunden in einem gemütlichen Gasthaus in Ricklingen bei Grünkohl, Bregenwurst und schäumenden Gerstensaft verbringen.

Und so trafen sich die tapferen Männer der SG Ricklingen um die „Bebberken“ zu bejagen am 05.01. auf  dem Hof der Familie Buntrock. Zur Einstimmung und Kräftigung gab es erst mal eine Erbsensuppe. Anschließend ging es in die Ricklinger Masch sowie ins Ricklinger Holz. Nach der wilden Hatz durch Ricklingen kehrten die erschöpften Jäger in der Kolonie Südfeld ein. Hier gab es die traditionelle Stärkung mit Grünkohl und Bregenwurst.

Der Haken an der Geschichte ist:

Man weiß genau, dass es „Bebberken“ gibt, leider wurde in diesem und im letzten Jahrhundert noch keines gefangen.

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